Gewerbeflächenmarkt: Zusammenhänge zwischen Gross- und Mittelzentren

In den letzten Jahren hat sich der Büroflächenmarkt in den Grosszentren merklich abgekühlt. Der Leerstand wird angeführt von Bern (4.1%) vor Genf (3.4%). Zürich hat mit nur 2.7% Leerstand einen guten Vermietungsstand, wenngleich die Plakate an den Bürogebäuden nicht weniger werden wollen und noch viel Fläche auf einen Mieter wartet.

Ein ausgeprägter Mix von nationalen und internationalen Mietern prägen die Grosszentren. Eigentliche «Gewerbeflächen» entstehen in den Grosszentren nur wenig. Aufgrund veränderter Anforderungen an die Flächenqualität und Erschliessung, suchen Gewerbemieter vermehrt Flächen in den äusseren Quartieren der Grosszentren und/oder Mittelzentren.

Die Büro- und Gewerbeflächenmärkte in den Mittelzentren funktionieren völlig eigenständig und profitieren vom Wirtschaftswachstum am eigenen Standort, sowie in den Grosszentren.

Wesentlicher Einflussfaktor auf den Büro- und Gewerbeflächenmarkt haben die Stadt- und Gemeinderäte, wie attraktiv sie einen regionalen Büro- und Gewerbemarkt über z.B. die Bauzonengestaltung gestalten und damit spürbar die Nachfrage stimulieren können.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Büro- und Gewerbeflächenmärkte in den Mittelzentren intakt sind. Die aktuellen wirtschaftlichen Aussichten lassen einen dynamischen Beschäftigungsaufbau erwarten und damit spürbare Nachfrageimpulse bei Büro- und Gewerbeflächen in allen Sektoren und Teilmärkten.

(Autor: Daniel Batzlen)